Workshop Zeitraum 23.-25.03.2018

 „Haltung bewahren!“ 

Schöne und wirkungsvolle Szenen zu spielen ist unser Ziel. Ein einfaches und hilfreiches Mittel dazu ist eine klare und deutliche Haltung: Wenn unsere Figuren auf der Bühne eine deutliche und klare Haltung zueinander und zur Umgebung haben, ist der Weg zu Spannung und Witz nicht mehr weit.

Figuren mit einer klaren Haltung haben Potential; mit ihnen ist „etwas los“. Das allein reicht oft schon, damit das Publikum ihnen gerne zuschaut. Und es hilft uns als Spieler*innen sehr dabei, immer wieder den nächsten Schritt zu gehen; unser Körpergefühl gibt ihn uns vor.

In diesem Workshop üben wir, die Bühne mit einer klaren Haltung zu betreten und diese die ganze Szene / das ganze Stück über beizubehalten.

Wir üben aus klaren Haltungen spannende Beziehungen zu knüpfen und diese Beziehungen auch als Grundlage längerer Geschichten zu verwenden.

 

Mein Name ist Jones – Bridget Jones 

 

Britischer Agentenfilm, romantische Rosamunde Pilcher-Verfilmung oder blutiger Horror. Die typischen Klischees kurz anzuspielen - kein Problem. Doch was steckt wirklich in einem Science-Fiction-Genre drin, außer komisch sprechenden Außerirdischen und Robotern? Wir werden in diesem Workshop einigen Genres auf den Zahn fühlen und in Figuren schlüpfen, die nicht immer eine Waffe in der Hand haben, nur weil es ein Western ist.

Zusätzlich erforschen wir noch das Thema - Gender und Genre. Frau und Mann. Es geht um die Geschlechterrollen in Improszenen und klassischen Genres. Das Weibliche im Männlichen, das Männliche im Weiblichen. Welchen Charakter hast Du als Frau oder Mann noch nie ausprobiert - den sensiblen Künstler, den Homme Fatal, die Bridge Commanderin, die leidenschaftliche Sektenanführerin? Wie stark beeinflusst uns das Genre und die darin enthaltenen „typischen“ Rollen? Kann die Frau der Sheriff sein und sich einen Geliebten aus dem Saloon nehmen? Wir werden einige neue Mischungen und Begegnungen improvisieren - gerüttelt und geschmiert!


„Puppet interactivation lab – Puppen auf der Improbühne“ 


Dieser Workshop ist ein experimenteller Spielraum in dem wir das spontane Zusammenspiel zwischen Mensch und Handpuppe erforschen.

Nach einer Einführung in die Spieltechnik großer Klappmaulpuppen stürzen wir uns in die Improvisation: Menschen begegnen Puppen, Puppen begegnen Menschen, Puppen begegnen anderen Puppen.

Welche Puppe zwinkert dich an und will von Dir wach geküsst werden? Der Opa, der Narr, Drache, Rotzgöre, Katze, Hühnchen, Krokodil…? Schlüpfe in unterschiedliche Puppen und erwecke sie zum Leben. Lass dich überraschen! Was hat die Puppe zu sagen und was antwortest du ihr? Wir spüren den magischen Moment auf, wo aus einem Haufen Stoff und Füllwatte ein lebendiges Wesen wird, das uns überrascht und verblüfft durch seine unerwarteten Eigenheiten.

Interessant bei all dem ist immer das, was uns berührt. Die Interaktion steht im Vordergrund, der Augenblick in dem aus Zuschauer*innen Mitspieler*innen werden.

Gemeinsam entwickeln wir das passende Spielformat für die Werkschau am Sonntag.



 „Tanz auf dem Vulkan“

 

Völkerwanderungen, Wohlstands-Schere, Politikverdrossenheit, gewählte Despoten an der Macht. Die Welt spielt irgendwie verrückt. Wieso spielen wir heile Welt?

 

Ein großes Pfund der Theater-Improvisation ist ihre Unmittelbarkeit. Die Möglichkeit zeitnah auf Entwicklung und Strömungen, wie auch immer zu reagieren. Trotzdem passiert es uns häufig, dass Theater-Improvisationen wiederkehrende und mitunter banale Themen bearbeiten, wir selbst in Muster verfallen, wir uns selbst begrenzen. Dieser Workshop möchte Wege aufzeigen, offen zu Tage tretende Themen für relevantes zeitgemäßes Impro-Theater zu nutzen.

Improvisationen zwischen Selbstbegrenzung und Respektlosigkeit.


Warnung: Dieser Workshop liefert keine „Bauanleitung“, wie man/frau etwas „richtig“ macht, sondern befähigt unter Umständen die Teilnehmer selbstständig individuelle Konzepte im Umgang mit „zeitgemäßen“ Themen auf der Bühne zu entwickeln.